Eine neue Bibliothek als Marktplatz des Wissens und Ort der Begegnung
Erste Station war das Eltern-Kind-Zentrum Guugelhus, welches sich seit Oktober 2024 an der Kirchgasse 14, unweit der Kirche St.Mangen, befindet. Seit 30 Jahren bietet es jungen Familien Raum, sich spontan mit anderen Eltern und Kindern zu treffen, sich auszutauschen und gemeinsam aktiv zu sein. "Wir können uns sehr gut vorstellen, dass ein solches Angebot auch in eine moderne Bibliothek integriert werden könnte", meinte Damian Conrad, Leiter des "Guugelhus".
Der nächste Halt war im Union-Gebäude am Blumenmarkt, das - so es Parlamente und Stimmvolk wollen - einst Teil der neuen Stadt- und Kantonsbibliothek werden soll. Jennifer Deuel, Vorstandsmitglied des Vereins Neue Bibliothek: JA! und des Vereins Pro Stadtbibliothek, hielt ein flammendes Votum zugunsten der neuen Bibliothek. Diese soll zu einem "Marktplatz des Wissens" in einer Stadt mit einer reichen Bibliothekstradition werden, meinte sie. "Ein solcher Ort der Begegnung geht weit über das Ausleihen von Büchern hinaus und ist besonders in der Zeit zunehmender Digitalisierung immer wichtiger", meinte sie. Ideen aus einer solchen Zentrumsbibliothek würden in den ganzen Kanton und darüber hinaus strahlen. Für eine "Public Library", eine Bibliothek der Zukunft, würden sich weder die Hauptpost noch die Vadiana eignen. Stattdessen sollten die Bestände aus derzeit vier Standorten unter einem Dach vereint werden.
Den Abschluss des SP-Sommerspaziergangs bildete eine Führung durch die Stadtbibliothek Katharinen. Das historische Gebäude, in dem die Kinder- und Jugendbibliothek untergebracht ist, bezaubert durch seinen Charme: Verwinkelte Räume auf vier Stockwerken, "amächelig" präsentierte Medien, kuschelige Ecken und Sitzgelegenheiten laden Kinder, Jugendliche und Familien zum Verweilen ein. Das Gebäude hat aber auch seine Nachteile: Die Bibliothekar:innen sehen nicht zu den Besuchenden, die Abläufe sind kompliziert, wie Susanne Galliker, Leiterin am Standort Katharinen, ausführte. Auch sie betonte: "Eine moderne Bibliothek ist mehr als Bücher ausleihen! Im Zentrum steht die Beratung", meinte sie. So umfasst die Kinder- und Jugendbibliothek denn auch nicht nur Bücher, sondern verschiedenste digitale Medien, Games, einen Manga-Raum, einen Game-Raum und die "Bibliothek der Dinge", in der man Alltagsgegenstände wie Nähmaschine oder Kindersitze ausleihen kann.
Den Abschluss bildete ein Apéro im Kreuzgang, offeriert von der SP der Stadt St.Gallen. Ein Dank geht an Lydia Wenger, Lara Weibel und Matthias Rickli , alle Mitglieder des St.Galler Stadtparlamentes, für ihrEngagement für eine neue Bibliothek!
Drei Vereine unterstützen das Projekt einer neuen Kantons- und Stadtbibliothek aktiv; es sind dies der Verein Neue Bibliothek: JA! die Gesellschaft Pro Vadiana und unser Verein Pro Stadtbibliothek. Informieren Sie sich auf den Webseiten, werden Sie Mitglied und unterstützen Sie das Projekt für eine neue Kantons- und Stadtbibliothek!